Kabelbrand

Wie entsteht Kabelbrand?

Kabelbrand_Sicherungskasten_Ein Kabelbrand entsteht, wenn über eine zu schwache Leitung zu viel Strom geleitet wird, für deren Belastung das Kabel nicht geeignet ist. Durch Überlastung eines Stromkabels, vielleicht weil zuviele Geräte angeschlossen sind, erhitzt sich der Draht innerhalb des Kabels so stark, dass dieser anfängt zu glühen. Nach kurzer Zeit fängt die Isolierung Feuer.

Oft entsteht er auch durch zu hohe Absicherung der betreffenden Leitung. Eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit ist, dass sich die Kabelverbindungen, z.B. in den Abzweigdosen gelockert haben und dadurch der Übergangswiderstand verändert wurde. In jedem Gebäude fließt Strom nicht nur durch Leitungen, sondern auch durch etliche Verbindungsstellen (Klemmstellen). Dazu zählen zum Beispiel die Stromkreisverteiler, der Sicherungskasten, aber auch jede einzelne Steckdose.


Kabelbrand_Sicherungskasten__Die Klemmstellen weisen im Lauf der Zeit sehr viel mehr Verschleiß auf als die Leitungen an sich, da sie durch Oxydation und Korrision in Mitleidenschaft gezogen werden. Sie altern also durch den Stromverbrauch. Je verschlissener Klemmverbindungen sind, desto stärker erhitzen diese sich, weshalb es zu Knistern und Funkenbildung und im schlimmsten Fall zur Brandbildung kommen kann.

Schnell reagieren:
Sofort Stecker ziehen und wenn nichts schlimmeres passiert ist, das verschmorte Kabel entsorgen und in Zukunft nicht so viele Geräte an diese Kabel anschließen.
Besondere Gefahr bei Unterputz!Wenn dieser Kabelbrand unterputz stattgefunden hat, Hauptsicherung ziehen, falls sie nicht selbst ausgelöst hat und Feuerwehr und/oder Elektriker sofort anrufen - Gefahr!
Auf keinen Fall einen Kabelbrand mit Wasser löschen, nur mit Pulver oder CO2-Löschern

Sind Altbauwohnungen aufgrund alter elektrischer Anlagen besonders gefährdet?

Wenn diese nicht saniert wurden und die Elektroanlagen dementsprechend alt sind, dann ja. Es gibt so manche Altbaubestände, die zum Teil Jahrzehnte alte Leitungen aus ihrer Entstehungsphase aufweisen. Die Ummantelungen sind dann dementsprechend veraltet und abgenutzt. Hinzu kommt, dass der Verbrauch an Elektroenergie in den Haushalten erheblich zugenommen hat. Denken Sie allein an den Einsatz von Geschirrspülern, Waschmaschinen oder Wäschetrocknern. Dafür waren diese alten Anlagen nie konzipiert und eine Nachrüstpflicht gibt es nicht.

Warum kann der E-Check Leben retten?

e-check_pruefvignette_von_kfeJedes Jahr sterben Menschen in ausgebrannten Wohnungen durch Elektrounfälle. Das könnte verhindert werden. E-Checks können nicht nur Leben retten, sie sparen sogar Geld!

Dabei untersucht ein Elektrotechniker mit modernsten Geräten und mit viel Erfahrung die gesamte Elektroanlage eines Hauses, einer Wohnung oder auch von Unternehmen. Das umfasst nicht nur Zähler, den Sicherungskasten bis hin zur letzten Steckdose. Dabei wird jeder gefährlicher Mangel erkannt.

Den E-Check können Sie mit dem Pickerl beim Auto vergleichen. Nach der Prüfung bekommt der Auftraggeber einen Elektrobefund ausgehändigt. Eine Prüfvignette auf der Anlage erinnert an den nächsten empfohlenen Termin.

Der E-Check gibt Aufschluss über folgende Fragen:

  • Entspricht die Elektroanlage dem aktuellen Sicherheitsstandard?
  • Sind vorschriftsmäßige Sicherungsmaßnahmen, wie FI-Schutzschalter, Erdung, Nullung vorhanden und intakt?
  • Gibt es genügend Stromkreise, Verteiler und Sicherungen, um eine Überlastung und eine Überhitzung der Leitungen zu vermeiden?
  • Werden alte Elektrogeräte mit übermäßigem Energieverbrauch verwendet?
  • Gibt es Installationsfehler bei Leitungen oder Betriebsmittel?

Links:

Auf eletkro-klose.at: » Wir machen E-Checks

Internet:
Elektrojournal
dieneuewohnung.info